Kultur macht Europa - 4. Kulturpolitischer Bundeskongress
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01.12.2008

Europa für Bürgerinnen und Bürger

Christine Wingert-Beckmann

Die Kulturpolitische Gesellschaft weitet ihr europapolitisches Engagement aus. Unter ihrer Regie nimmt die Informationsstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« ihre Arbeit auf, die deutschen Interessenten und Antragstellern Informationen und Beratungen zum gleichnamigen EU-Programm anbieten wird. Sie wird von der EU und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zunächst bis zum Jahr 2012 finanziert. Nach »europa-foerdert-kultur.info« und »kultur-macht-europa.eu« ist das neue Büro das dritte europäische Informationsangebot der Gesellschaft. Seit 2002 unterhält sie auch in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat den Cultural Contact Point Germany (CCP), der über das EU-Förderprogramm »Kultur« (2007-2013) informiert.

Information und Beratung

Die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« hat die Aufgabe, die Interessenten in Deutschland umfassend über das EU-Förderprogramm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« und dessen Ergebnisse zu informieren. Mit diesem Programm möchte die EU bürgerschaftliches Engagement in und für Europa fördern und den Bürgerinnen und Bürgern die EU sowie die ihr zugrunde liegenden Werte näher bringen.

Dies kann auf vielfältige Weise geschehen, entsprechend vielseitig ist das Programm: Kommunen können im Rahmen von Städtepartnerschaften Zuschüsse zu Veranstaltungen und Projekten beantragen, Vereine und Verbände können für Publikationen, Seminare, Konferenzen und andere Aktivitäten Zuschüsse bekommen oder einen Betriebskostenzuschuss für ihre laufende Arbeit beantragen, Forschungsinstitute können Studien zu Europafragen fördern lassen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen von Archiven und Gedenkstätten, die sich mit Deportationen im Rahmen des Nationalsozialismus bzw. des Stalinismus befassen, werden gefördert und vieles mehr – Voraussetzung ist, dass sie den Zielen des Programms dienen. Insofern richtet sich die Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« einerseits an alle Menschen, um deren Interesse an Europa zu verstärken. Andererseits möchte sie potenzielle Antragsteller ermutigen und befähigen, sich um Zuschüsse seitens der EU zu bewerben. Für potenzielle Antragsteller bieten wir tiefergehende Beratungen zur Konzeption von Projekten mit europäischer Dimension, zu Detailfragen bezüglich der Formulare sowie zur Vollständigkeit und Plausibilität der Anträge (»Antragscheck«) an.

Unsere Instrumente

Neben einer Internetseite, einem Newsletter und einem Faltblatt, die über alle Aktionen des EU-Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger«, den Service der Nationalen Kontaktstelle, über Termine und politische Neuerungen im Bereich bürgerschaftliches Engagement auf europäischer Ebene informieren, werden wir großen Wert auf die Präsenz unserer MitarbeiterInnen bei verschiedenen Veranstaltungen (Konferenzen, Tagungen, Informationstage etc.) legen, die dazu geeignet sind, auf das EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« und seine Ziele aufmerksam zu machen. Denn es ist bekannt, dass gerade dessen von den meisten Menschen als abstrakt empfundene Inhalte einer besonderen Vermittlungsarbeit bedürfen. Mit Vorträgen zur Erstinformation wollen wir über alle Aktionen des Programms informieren, an denen vorzugsweise Multiplikatoren im weiteren Sinne teilnehmen sollen. Zudem werden Seminare stattfinden, die auf ein spezielles Zielpublikum ausgerichtet sind, und stärker auf Fragen zur Antragstellung eingehen.

Kooperationen

Aufgrund der großen Heterogenität der einzelnen Aktionen des Programms sowie der Zielgruppen wird die Kontaktstelle im Rahmen der Arbeit großen Wert auf ein gutes Netzwerk legen. Neben dem weiten Kreis von Verbänden, Organisationen und Institutionen, die im Bereich bürgerschaftliches Engagement arbeiten, möchten wir ein kleineres Netz von Multiplikatoren für einen regelmäßigen Austausch aufbauen, zu dem insbesondere Vertreter/innen von Bundesministerien (z.B. für Familie, Senioren, Frauen, Sport, Jugend, Kultur, Wissenschaft, Forschung), von Kommunalen Spitzenverbänden, Landesregierungen, den Vertretungen der Europäischen Kommission in Deutschland und den Nationalen Kontaktstellen für Jugend, Bildung und Kultur sowie das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und weitere Verbände gehören sollten. Darüber hinaus ist der gegenseitige Austausch mit den Nationalen Kontaktstellen für das EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« in den anderen europäischen Ländern eine wichtige Säule für die Weiterentwicklung der eigenen Informationsarbeit sowie für die Weiterentwicklung des Programms. Mehr Informationen zur Kontaktstelle finden Sie hier .

Christine Wingert-Beckmann ist die Leiterin der Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger«. Zuvor war sie von 2002 bis 2008 als Referentin im CCP tätig.


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